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Berichte & Presseveröffentlichungen

In dieser Kategorie werden Berichte und Presseberichte veröffentlicht. Die Berichte sowie den Pressespiegel aus den Jahren 2021 und zuvor finden sie auf unserer alten Website.

Das zweite Team war auch erfolgreich
Engagiertes Arbeiten am Kriminalfall
Training mit der Mikropipette
Vorbereitungen zur PCR
Zufriedene Ermittlerinnen und Ermittler

Wie echte Ermittler im Labor: Die Schülerinnen und Schüler der Biologie-Leistungskurse der Q1 des Gymnasiums Nidda gingen im Schülerlabor auf genetische Spurensuche. Mit modernsten Methoden erstellten sie einen genetischen Fingerabdruck und kamen einem ungewöhnlichen Einbruch im Heidelberger Zoo auf die Spur.

Ein Einbruch im Heidelberger Zoo, kaum verwertbare Spuren und ein unbekannter Täter – was zunächst nach einem Fall für die Kriminalpolizei klingt, wurde für die Biologie-Leistungskurse der Q1 des Gymnasiums Nidda zu einem spannenden Praxistag im Schülerlabor.

Unter möglichst realen Bedingungen konnten die Schülerinnen und Schüler ihr im Unterricht erworbenes Wissen anwenden und dabei erleben, wie moderne molekularbiologische Methoden in der Praxis eingesetzt werden. Im Mittelpunkt stand die Erstellung eines genetischen Fingerabdrucks, mit dessen Hilfe sich biologische Spuren eindeutig zuordnen lassen.

Dabei war nicht nur biologisches Fachwissen gefragt. Im Labor arbeiteten die Jugendlichen mit empfindlichen und fachspezifischen Geräten, die auch in Forschung und Diagnostik zum Einsatz kommen. Dazu gehörten unter anderem die Mikropipette, der Thermocycler für die Polymerase-Kettenreaktion (PCR), die Gelelektrophoresekammer sowie eine Zentrifuge. Jeder Arbeitsschritt musste sorgfältig und präzise durchgeführt werden, denn bereits kleine Fehler können das Ergebnis beeinflussen.

Nach der Aufbereitung der DNA und der Durchführung der PCR folgte die Gelelektrophorese. Dabei wurden die DNA-Fragmente entsprechend ihrer Größe aufgetrennt. Sichtbar wurde schließlich ein charakteristisches Bandenmuster, das einem genetischen Fingerabdruck ähnelt. Die Schülerinnen und Schüler mussten die entstandenen Muster genau analysieren, miteinander vergleichen und daraus ihre Schlussfolgerungen ziehen.

So wurde aus abstraktem Unterrichtsstoff ein konkreter Ermittlungsfall: Wer steckt hinter dem Einbruch im Heidelberger Zoo? Mit wissenschaftlicher Methodik, sorgfältiger Laborarbeit und einem geschulten Blick für die Ergebnisse konnten die jungen „Ermittlerinnen und Ermittler“ den entscheidenden genetischen Spuren folgen und den Täter überführen.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie eng theoretisches Wissen und praktische Anwendung miteinander verbunden werden können. Inhalte aus dem Biologieunterricht – etwa DNA-Struktur, PCR, genetische Identifizierung und Gelelektrophorese – wurden nicht nur wiederholt, sondern in einem realitätsnahen Szenario unmittelbar angewendet.

Die Arbeit im Schülerlabor ist damit ein zentraler Bestandteil des MINT-Programms am Gymnasium Nidda. Praxisnahes Lernen nimmt dort einen wichtigen Stellenwert ein. Die Schülerinnen und Schüler erwerben nicht nur fachliche Kenntnisse, sondern entwickeln zugleich Fähigkeiten wie sorgfältiges Arbeiten, problemlösendes Denken, den verantwortungsvollen Umgang mit Laborgeräten und die wissenschaftliche Interpretation von Ergebnissen.

Am Ende stand nicht nur die Lösung eines fiktiven Kriminalfalls, sondern vor allem eine wichtige Erkenntnis: Biologie findet nicht nur im Lehrbuch statt. Sie wird dann besonders spannend, wenn Wissen selbstständig angewendet, überprüft und sichtbar gemacht werden kann.

Für den Förderverein war die Ausstellung „Handle with Care“ im Ausstellungsraum „Raum für Kunst“ des Gymnasium Niddas ein voller Erfolg. Die Künstlerin Cornelia vom Hofe hatte viele ihrer plastischen Arbeiten zum Verkauf angeboten. Interessierte Besucher bei der Vernissage konnten bei der Vernissage in einem geheimen Bieterverfahren Gebote für die Kunstwerke abgeben. Das jeweils höchste Gebot erhielt den Zuschlag. Den Erlös aus dem Verkauf spendet vom Hofe in voller Höhe dem Förderverein des Gymnasiums. Auf diese Weise kamen insgesamt über 1200,- € zusammen, die somit der Schule zugutekommen. Bei der Finissage der Ausstellung konnten die Käufer ihre Werke nun in Empfang nehmen. Die gesamte Schulgemeinde spricht der Künstlerin ein herzliches Dankeschön aus.

Der Berufsorientierungstag der Jahrgangsstufe Q2 am Gymnasium Nidda bot den Schülerinnen und Schülern auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, sich aus erster Hand über Studiengänge und Berufsfelder zu informieren. Besonders wertvoll war dabei die Mitwirkung zahlreicher ehemaliger Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums, die an ihre frühere Schule zurückkehrten, um ihre Erfahrungen weiterzugeben und Fragen der angehenden Abiturientinnen und Abiturienten zu beantworten.

Auffällig war in diesem Jahr die starke Präsenz von MINT-Berufen und naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen. So stellte Rouven Fritzius das Chemiestudium an der Justus-Liebig-Universität Gießen vor und informierte über Studieninhalte, Anforderungen und berufliche Perspektiven.

Einen spannenden Einblick in die industrielle Forschung und Entwicklung gab Dr. Lisa Kammer. Die ehemalige Schülerin arbeitet heute als Senior Scientist R&D Franchise bei Procter & Gamble und berichtete anschaulich von ihrem Berufsalltag, aktuellen Forschungsprojekten sowie den vielfältigen Karrieremöglichkeiten in einem international tätigen Unternehmen.

Dr. Marc Beiser repräsentierte den Industriepark Evonik in Hanau. Er stellte verschiedene Verfahren und Aufgabenfelder in der chemischen Industrie vor und zeigte auf, welche Qualifikationen für eine Tätigkeit in diesem vielseitigen Arbeitsbereich gefragt sind.

Auch das Ingenieurwesen war vertreten: Richard Fendel präsentierte den Studiengang Maschinenbau an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Friedberg. Dabei erläuterte er den Studienaufbau, mögliche Vertiefungsrichtungen und die hervorragenden Berufsperspektiven für Ingenieurinnen und Ingenieure.

Großes Interesse fand erneut das Medizinstudium. Bereits zum vierten Mal nahm Lea Luh am Berufsorientierungstag teil. Sie berichtete nicht nur über den Studienalltag, sondern konnte inzwischen auch aus ihrem Praktischen Jahr berichten und den Schülerinnen und Schülern wertvolle Einblicke in die klinische Ausbildung vermitteln.

Ergänzend stellte Jana Grimm ebenfalls das Medizinstudium vor. Sie informierte ausführlich über die Zugangsvoraussetzungen, verglich private und staatliche Universitäten und präsentierte einen möglichen Studienverlaufsplan. Dadurch erhielten die Schülerinnen und Schüler einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Wege in das Medizinstudium und die Anforderungen, die sie auf diesem Weg erwarten.

Der Berufsorientierungstag zeigte erneut, wie wertvoll der Austausch mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern ist. Durch ihre persönlichen Erfahrungen, praxisnahen Berichte und die Bereitschaft, Fragen offen zu beantworten, erhielten die Schülerinnen und Schüler der Q2 authentische Einblicke in Studium und Beruf. Die Veranstaltung leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Studien- und Berufsorientierung und unterstrich einmal mehr die enge Verbundenheit vieler Ehemaliger mit dem Gymnasium Nidda.

Text von Christian Schneider

Abkühlung in der Tiefe – Jahrgangsstufe 9 erkundet das Erlebnisbergwerk Merkers

Während draußen hochsommerliche 33°C herrschten, konnten sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 des Gymnasiums Nidda am 23. Juni 2026 auf eine ganz besondere Weise abkühlen: Im Erlebnisbergwerk Merkers ging es mehrere hundert Meter unter die Erdoberfläche, wo deutlich angenehmere Temperaturen auf die Exkursionsgruppe warteten.

Insgesamt 76 Schülerinnen und Schüler sowie vier Begleitpersonen nahmen an der Exkursion teil, die fest im MINT-Konzept der Schule verankert ist. Über drei Stunden hinweg erkundeten die Jugendlichen die weitläufigen Stollen des ehemaligen Salzbergwerks. Dabei legten sie auf speziellen Bergwerks-LKWs mehrere Kilometer unter Tage zurück und erhielten spannende Einblicke in die Geschichte des Bergwerks sowie in den Abbau und die Bedeutung verschiedener Salze.

Besonders beeindruckend war die anschauliche und schülernahe Aufbereitung der Inhalte. Die fachkundigen Führungen vermittelten nicht nur historische Hintergründe zur Entwicklung des Bergbaus in der Region, sondern erklärten auch die geologischen Prozesse und technischen Verfahren, die für die Gewinnung von Salz notwendig sind. So konnten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Inhalte des Chemieunterrichts unmittelbar mit realen Beobachtungen verknüpfen.

Die Exkursion stellt einen wichtigen Baustein des MINT-Konzepts am Gymnasium Nidda dar und ist fest im Curriculum des Chemieunterrichts der Jahrgangsstufe 9 verankert. Gleichzeitig reiht sie sich in die vielfältigen Naturwissenschaftsprojekte der Jahrgangsstufe ein. Diese verfolgen ein ganzheitliches Konzept, das sich über das gesamte Schuljahr erstreckt und naturwissenschaftliche Fragestellungen durch praktische Erfahrungen und außerschulische Lernorte erlebbar macht.

Die Fahrt nach Merkers zeigte eindrucksvoll, wie gewinnbringend die Verbindung von theoretischem Unterricht und authentischen Lernorten sein kann. Mit vielen neuen Eindrücken und einem vertieften Verständnis für geologische und chemische Zusammenhänge kehrten die Schülerinnen und Schüler nach einem abwechslungsreichen Tag zurück.

Text und Bilder von Christian Schneider

Herzlichen Glückwunsch an unsere Abiturientinnen Kathleen Zoe Wagner und Lea Sophie Müller, die im Wettbewerb "Bester Praktikumsbericht Mittelhessen" die phänomenalen Plätze 1 und 2 belegt haben. Auch Julia Welker aus der Klasse 9c darf sich in Abwesenheit über Platz 1 freuen.