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Berichte & Presseveröffentlichungen

In dieser Kategorie werden Berichte und Presseberichte veröffentlicht. Die Berichte sowie den Pressespiegel aus den Jahren 2021 und zuvor finden sie auf unserer alten Website.

Am Mittwoch, den 30. September 2026, wurden im Rahmen der Hessensiegerehrung die besten Praktikumsberichte des Schülerwettbewerbs „Bester Praktikumsbericht 2025/2026“ ausgezeichnet. Und mittendrin: gleich zwei Schülerinnen unserer Schule!

Julia Welker aus der Klasse 10c erreichte mit ihrem Praktikumsbericht über ihr Praktikum bei der Polizei einen hervorragenden 2. Platz in der Sekundarstufe I. Mit ihrem Bericht gab sie spannende Einblicke in ihre Erfahrungen und Eindrücke während des Praktikums.

Noch größer war die Freude bei unserer ehemaligen Schülerin Kathleen Wagner: Sie sicherte sich mit ihrem Bericht über ihr Praktikum im Zahnmedizinischen Versorgungszentrum Knirr in Nidda den 1. Platz in der Sekundarstufe II!

Zwei Schülerinnen, zwei ganz unterschiedliche Praktikumsplätze – und ein gemeinsamer großartiger Erfolg. Ihre Berichte zeigen eindrucksvoll, wie wertvoll und spannend erste Einblicke in die Berufswelt sein können.

Wir sind stolz auf euch, Julia und Kathleen, und gratulieren euch ganz herzlich zu diesem tollen Erfolg!

2013 begann der Austausch zwischen unserem Gymnasium und dem Gymnasium Satu Mare im Nordwesten Rumänien mit einem ersten Informationsbesuch von zwei Lehrkräften und zwei Schülerinnen aus der 12. Klasse. Danach wurde auf beiden Seiten entschieden, das Projekt zu realisieren: Seit 2014 kommt im September/Oktober eines jeden Jahres eine Gruppe von 10 bis 12 Schülerinnen und Schülern aus Satu Mare zu uns, im Mai des Folgejahres gibt es dann jeweils einen Gegenbesuch. Unterbrochen wurde dieser Ablauf nur durch die Pandemie.

Initiator dieser Partnerschaft ist Herr Reinhold Bonnert, der seit 2006 bei uns unterrichtet und zuvor mehrere Jahre lang als Auslandslehrer in Rumänien, Ungarn und der Türkei als tätig war. Zudem ist seine Ehefrau gebürtige Rumänin, hat ihr Abitur aber in Deutschland abgelegt. Auch unser früherer Hausmeister, Herr Willi Kast stammte aus Siebenbürgen in Rumänien.

Auf den Internetseiten des Hessischen Kultusministeriums entdeckte Herr Bonnert gleich mehrere Schulen, die gezielt nach einer Partnerschule in Deutschland suchten, und zog das Gymnasium Satu Mare in Erwägung. Die Stadt sowie die ganze Gegend sind mit Deutschland durch eine lange Wandergeschichte verbunden, sodass viele Menschen dort sowohl Rumänisch als auch Deutsch und Ungarisch sprechen, später in der Schule noch Englisch und Französisch hinzubekommen. Unfassbar: das sind dann fünf Sprachen, über die viele verfügen! Auch die Schülerinnen und Schüler, die zu uns kommen, sprechen Deutsch, die Sprache ist also nicht das Problem, wenn man sich näher kennenlernen möchte.

Die wechselseitigen Zugfahrten führen unter anderem an der Donau entlang durch die Hauptstädte Wien und Budapest – denn der Fluss verbindet auf seinem Weg von Deutschland bis ans Schwarze Meer insgesamt elf Länder miteinander.

„Der Austausch soll vor allem dazu dienen, dass sich europäische Jugendliche über Landesgrenzen kennen lernen, wechselseitige Vorurteile abbauen, Gemeinsamkeiten entdecken, aber auch Unterschiede“, erklärt Herr Bonnert, der die Fahrt regelmäßig zusammen mit Herrn Weidmann durchführt. „Mit Rumänien verbindet uns eine lange gemeinsame Geschichte, die auch den Zweiten Weltkrieg umfasst. Das Land besitzt eine spannende Kultur und eine wunderschöne, artenreiche Natur. Doch die Menschen dort müssen mit weniger Wohlstand auskommen als wir – und die Erfahrung der letzten Diktatur liegt ihnen näher als uns.“

Die Fahrt nach Rumänien dauert jeweils sieben Tage, abzüglich der Hin- und Rückfahrt. Diese wiederum verläuft über 1200 Kilometer ab Hanau und dauert mit dem Zug rund 18 Stunden, wobei in eine andere Zeitzone gewechselt wird. „Die Schülerinnen und Schüler übernehmen dabei nur die Fahrtkosten von 180 bis 200 Euro – direkt vor Ort wohnen sie in deutschen beziehungsweise rumänischen Gastfamilie“, so Herr Bonnert. Die gemeinsamen fünf Tage stehen immer unter einem bestimmten Projektthema, in diesem Schuljahr lautet es „Kunst und Natur“. Außerdem besucht man gegenseitig den Schulunterricht, erkundet Nidda und Satu Mare, macht Ausflüge in die weitere Umgebung und verbringt die Freizeit miteinander. „Auf diese Weise sind schon Freundschaften entstanden, die dann auch Bestand haben“, freut sich Herr Bonnert. „Daraus folgen dann zum Beispiel private Besuche in den Sommerferien.“

Anmeldung für die Rumänienfahrt im Frühjahr sind direkt bei Herrn Bonnert möglich.

Projekttage am Gymnasium Nidda verbinden Verkehrserziehung, Technik und Programmieren – Schülerinnen und Schüler sammeln praktische Erfahrungen für den Alltag und die Zukunft

Die ersten Schritte mithilfe der Bauanleitung
Erfolgreiches Fahrtraining abgeschlossen
Keine Risiken im Straßenverkehr
Konstruieren und Progammieren im Wechsel
Praktisches Fahren
Teamarbeit beim Programmieren
Verantwortung im Straßenverkehr

Nidda – Theorie trifft Praxis: Für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 des Gymnasiums Nidda standen vor den Herbstferien besondere Projekttage auf dem Programm. Im Mittelpunkt der MINT-Woche standen technische Zusammenhänge, verantwortungsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr und erste praktische Erfahrungen mit automatisierten Systemen. Dabei durften die Jugendlichen nicht nur zuhören und zuschauen, sondern selbst ausprobieren, programmieren und – unter fachkundiger Anleitung – sogar hinter dem Steuer Platz nehmen.

Sicher unterwegs – das Fahrschulprojekt

Ein Projekttag stand ganz im Zeichen der Verkehrssicherheit. Im Rahmen eines Fahrschulprojekts der Fahrschule Haas aus Gedern erhielten die Jugendlichen einen Einblick in die theoretischen Grundlagen, die für den späteren Führerscheinerwerb eine wichtige Rolle spielen.

Doch es ging um weit mehr als Verkehrszeichen und Vorfahrtsregeln. Thematisiert wurden auch die Gefahren im Straßenverkehr und die Verantwortung, die mit der Teilnahme am Straßenverkehr verbunden ist. Besonders im Fokus standen dabei Unfälle mit E-Scootern. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, welche Risiken unterschätzt werden können und warum Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und ein verantwortungsvolles Verhalten entscheidend sind.

Auch die Technik kam nicht zu kurz. Verschiedene Fahrzeuge wurden unter die Lupe genommen und technische Besonderheiten erklärt. Dabei wurde deutlich, dass sich Fahrzeuge nicht nur äußerlich unterscheiden, sondern auch bei Antrieb, Bedienung und Fahrverhalten ganz unterschiedliche Eigenschaften aufweisen.

Der Höhepunkt: selbst am Steuer

Zum Höhepunkt des Projekttages ging es auf den Festplatz in Eichelsdorf. Dort konnten die Jugendlichen die zuvor besprochenen Inhalte unmittelbar in der Praxis erleben.

Unter fachkundiger Begleitung durften sie erste Erfahrungen mit dem Fahren sammeln und dabei sowohl Fahrzeuge mit Schaltgetriebe als auch mit Automatikgetriebe kennenlernen. Für viele Schülerinnen und Schüler war dies sicherlich der spannendste Teil des Tages: Statt nur über Autofahren zu sprechen, hieß es nun, selbst einmal das Lenkrad in die Hand zu nehmen.

Die praktische Erfahrung machte dabei deutlich, wie viele einzelne Abläufe beim Fahren zusammenspielen müssen. Lenken, Bremsen, Beschleunigen und – beim Schaltwagen – das Zusammenspiel von Kupplung und Gangschaltung erfordern Konzentration und Koordination.

Von der Straße ins Labor

Ein weiterer Projekttag führte die Jahrgangsstufe 9 an die Universität Gießen. Dort wartete mit „PIA – Physik in Aktion“ ein Angebot, das die Jugendlichen in die Welt des Programmierens und der Robotik entführte.

Nach einer kurzen Einführung erfuhren die Schülerinnen und Schüler zunächst, welche Bedeutung automatisierte Systeme bereits heute in unterschiedlichen Lebensbereichen haben. Ob in der Industrie, im Haushalt oder auch im militärischen Bereich – automatisierte Abläufe und intelligente technische Systeme sind aus der modernen Welt kaum noch wegzudenken.

Anschließend wurde es praktisch: Die Jugendlichen programmierten kleine Roboter und mussten ihnen verschiedene Befehle geben. Dabei zeigte sich schnell, dass ein Roboter zwar Befehle zuverlässig ausführt, aber nur genau das tut, was ihm zuvor einprogrammiert wurde.

Eine besondere Herausforderung bestand darin, die Roboter mithilfe ihrer Sensoren durch ein Labyrinth zu manövrieren. Schritt für Schritt mussten die Schülerinnen und Schüler überlegen, welche Befehle notwendig sind, damit der Roboter Hindernisse erkennt, die richtige Richtung einschlägt und schließlich sicher ans Ziel gelangt.

Dabei waren logisches Denken, Teamarbeit und Geduld gefragt. Wenn der Roboter nicht so reagierte wie erwartet, hieß es: Fehler suchen, Programm verändern und erneut ausprobieren. So wurde Programmieren zu einem spannenden Experiment, bei dem Erfolg und Misserfolg unmittelbar sichtbar wurden.

Zum Abschluss des Projekttages erhielten die Schülerinnen und Schüler Zertifikate für ihre erfolgreiche Teilnahme. Damit gab es nicht nur viele neue Eindrücke, sondern auch eine sichtbare Anerkennung für die erworbenen Erfahrungen und Kenntnisse.

MINT zum Anfassen

Die Projekttage zeigen eindrucksvoll, wie vielseitig die MINT-Förderung am Gymnasium Nidda gestaltet werden kann. Naturwissenschaftliche und technische Inhalte werden dabei nicht ausschließlich im Klassenraum vermittelt, sondern mit praktischen Erfahrungen und außerschulischen Lernorten verbunden.

Die MINT-Woche ist damit auch über die Projekttage hinaus noch lange nicht beendet. Weitere Bausteine stehen bereits fest: Vor den Sommerferien 2027 ist der Besuch des Erlebnisbergwerks in Merkers geplant. Dort können die Jugendlichen weitere Einblicke in Technik, Naturwissenschaften und die Arbeitswelt unter Tage gewinnen.

Nach den Osterferien steht außerdem die Teilnahme an einem ganzheitlichen Seminar von pro familia auf dem Programm. Damit wird das Angebot um wichtige Themen der persönlichen Entwicklung und des verantwortungsvollen Umgangs miteinander ergänzt.

Ob am Steuer eines Fahrzeugs, beim Programmieren eines Roboters oder tief unter Tage im Erlebnisbergwerk: Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 sammeln in den verschiedenen Projekten Erfahrungen, die über den klassischen Unterricht hinausgehen. Die Projekttage machen deutlich, dass Lernen besonders dann spannend wird, wenn Wissen nicht nur vermittelt, sondern selbst erlebt, ausprobiert und angewendet werden kann.

Das zweite Team war auch erfolgreich
Engagiertes Arbeiten am Kriminalfall
Training mit der Mikropipette
Vorbereitungen zur PCR
Zufriedene Ermittlerinnen und Ermittler

Wie echte Ermittler im Labor: Die Schülerinnen und Schüler der Biologie-Leistungskurse der Q1 des Gymnasiums Nidda gingen im Schülerlabor auf genetische Spurensuche. Mit modernsten Methoden erstellten sie einen genetischen Fingerabdruck und kamen einem ungewöhnlichen Einbruch im Heidelberger Zoo auf die Spur.

Ein Einbruch im Heidelberger Zoo, kaum verwertbare Spuren und ein unbekannter Täter – was zunächst nach einem Fall für die Kriminalpolizei klingt, wurde für die Biologie-Leistungskurse der Q1 des Gymnasiums Nidda zu einem spannenden Praxistag im Schülerlabor.

Unter möglichst realen Bedingungen konnten die Schülerinnen und Schüler ihr im Unterricht erworbenes Wissen anwenden und dabei erleben, wie moderne molekularbiologische Methoden in der Praxis eingesetzt werden. Im Mittelpunkt stand die Erstellung eines genetischen Fingerabdrucks, mit dessen Hilfe sich biologische Spuren eindeutig zuordnen lassen.

Dabei war nicht nur biologisches Fachwissen gefragt. Im Labor arbeiteten die Jugendlichen mit empfindlichen und fachspezifischen Geräten, die auch in Forschung und Diagnostik zum Einsatz kommen. Dazu gehörten unter anderem die Mikropipette, der Thermocycler für die Polymerase-Kettenreaktion (PCR), die Gelelektrophoresekammer sowie eine Zentrifuge. Jeder Arbeitsschritt musste sorgfältig und präzise durchgeführt werden, denn bereits kleine Fehler können das Ergebnis beeinflussen.

Nach der Aufbereitung der DNA und der Durchführung der PCR folgte die Gelelektrophorese. Dabei wurden die DNA-Fragmente entsprechend ihrer Größe aufgetrennt. Sichtbar wurde schließlich ein charakteristisches Bandenmuster, das einem genetischen Fingerabdruck ähnelt. Die Schülerinnen und Schüler mussten die entstandenen Muster genau analysieren, miteinander vergleichen und daraus ihre Schlussfolgerungen ziehen.

So wurde aus abstraktem Unterrichtsstoff ein konkreter Ermittlungsfall: Wer steckt hinter dem Einbruch im Heidelberger Zoo? Mit wissenschaftlicher Methodik, sorgfältiger Laborarbeit und einem geschulten Blick für die Ergebnisse konnten die jungen „Ermittlerinnen und Ermittler“ den entscheidenden genetischen Spuren folgen und den Täter überführen.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie eng theoretisches Wissen und praktische Anwendung miteinander verbunden werden können. Inhalte aus dem Biologieunterricht – etwa DNA-Struktur, PCR, genetische Identifizierung und Gelelektrophorese – wurden nicht nur wiederholt, sondern in einem realitätsnahen Szenario unmittelbar angewendet.

Die Arbeit im Schülerlabor ist damit ein zentraler Bestandteil des MINT-Programms am Gymnasium Nidda. Praxisnahes Lernen nimmt dort einen wichtigen Stellenwert ein. Die Schülerinnen und Schüler erwerben nicht nur fachliche Kenntnisse, sondern entwickeln zugleich Fähigkeiten wie sorgfältiges Arbeiten, problemlösendes Denken, den verantwortungsvollen Umgang mit Laborgeräten und die wissenschaftliche Interpretation von Ergebnissen.

Am Ende stand nicht nur die Lösung eines fiktiven Kriminalfalls, sondern vor allem eine wichtige Erkenntnis: Biologie findet nicht nur im Lehrbuch statt. Sie wird dann besonders spannend, wenn Wissen selbstständig angewendet, überprüft und sichtbar gemacht werden kann.

Für den Förderverein war die Ausstellung „Handle with Care“ im Ausstellungsraum „Raum für Kunst“ des Gymnasium Niddas ein voller Erfolg. Die Künstlerin Cornelia vom Hofe hatte viele ihrer plastischen Arbeiten zum Verkauf angeboten. Interessierte Besucher bei der Vernissage konnten bei der Vernissage in einem geheimen Bieterverfahren Gebote für die Kunstwerke abgeben. Das jeweils höchste Gebot erhielt den Zuschlag. Den Erlös aus dem Verkauf spendet vom Hofe in voller Höhe dem Förderverein des Gymnasiums. Auf diese Weise kamen insgesamt über 1200,- € zusammen, die somit der Schule zugutekommen. Bei der Finissage der Ausstellung konnten die Käufer ihre Werke nun in Empfang nehmen. Die gesamte Schulgemeinde spricht der Künstlerin ein herzliches Dankeschön aus.

Der Berufsorientierungstag der Jahrgangsstufe Q2 am Gymnasium Nidda bot den Schülerinnen und Schülern auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, sich aus erster Hand über Studiengänge und Berufsfelder zu informieren. Besonders wertvoll war dabei die Mitwirkung zahlreicher ehemaliger Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums, die an ihre frühere Schule zurückkehrten, um ihre Erfahrungen weiterzugeben und Fragen der angehenden Abiturientinnen und Abiturienten zu beantworten.

Auffällig war in diesem Jahr die starke Präsenz von MINT-Berufen und naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen. So stellte Rouven Fritzius das Chemiestudium an der Justus-Liebig-Universität Gießen vor und informierte über Studieninhalte, Anforderungen und berufliche Perspektiven.

Einen spannenden Einblick in die industrielle Forschung und Entwicklung gab Dr. Lisa Kammer. Die ehemalige Schülerin arbeitet heute als Senior Scientist R&D Franchise bei Procter & Gamble und berichtete anschaulich von ihrem Berufsalltag, aktuellen Forschungsprojekten sowie den vielfältigen Karrieremöglichkeiten in einem international tätigen Unternehmen.

Dr. Marc Beiser repräsentierte den Industriepark Evonik in Hanau. Er stellte verschiedene Verfahren und Aufgabenfelder in der chemischen Industrie vor und zeigte auf, welche Qualifikationen für eine Tätigkeit in diesem vielseitigen Arbeitsbereich gefragt sind.

Auch das Ingenieurwesen war vertreten: Richard Fendel präsentierte den Studiengang Maschinenbau an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Friedberg. Dabei erläuterte er den Studienaufbau, mögliche Vertiefungsrichtungen und die hervorragenden Berufsperspektiven für Ingenieurinnen und Ingenieure.

Großes Interesse fand erneut das Medizinstudium. Bereits zum vierten Mal nahm Lea Luh am Berufsorientierungstag teil. Sie berichtete nicht nur über den Studienalltag, sondern konnte inzwischen auch aus ihrem Praktischen Jahr berichten und den Schülerinnen und Schülern wertvolle Einblicke in die klinische Ausbildung vermitteln.

Ergänzend stellte Jana Grimm ebenfalls das Medizinstudium vor. Sie informierte ausführlich über die Zugangsvoraussetzungen, verglich private und staatliche Universitäten und präsentierte einen möglichen Studienverlaufsplan. Dadurch erhielten die Schülerinnen und Schüler einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Wege in das Medizinstudium und die Anforderungen, die sie auf diesem Weg erwarten.

Der Berufsorientierungstag zeigte erneut, wie wertvoll der Austausch mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern ist. Durch ihre persönlichen Erfahrungen, praxisnahen Berichte und die Bereitschaft, Fragen offen zu beantworten, erhielten die Schülerinnen und Schüler der Q2 authentische Einblicke in Studium und Beruf. Die Veranstaltung leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Studien- und Berufsorientierung und unterstrich einmal mehr die enge Verbundenheit vieler Ehemaliger mit dem Gymnasium Nidda.

Text von Christian Schneider

Abkühlung in der Tiefe – Jahrgangsstufe 9 erkundet das Erlebnisbergwerk Merkers

Während draußen hochsommerliche 33°C herrschten, konnten sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 des Gymnasiums Nidda am 23. Juni 2026 auf eine ganz besondere Weise abkühlen: Im Erlebnisbergwerk Merkers ging es mehrere hundert Meter unter die Erdoberfläche, wo deutlich angenehmere Temperaturen auf die Exkursionsgruppe warteten.

Insgesamt 76 Schülerinnen und Schüler sowie vier Begleitpersonen nahmen an der Exkursion teil, die fest im MINT-Konzept der Schule verankert ist. Über drei Stunden hinweg erkundeten die Jugendlichen die weitläufigen Stollen des ehemaligen Salzbergwerks. Dabei legten sie auf speziellen Bergwerks-LKWs mehrere Kilometer unter Tage zurück und erhielten spannende Einblicke in die Geschichte des Bergwerks sowie in den Abbau und die Bedeutung verschiedener Salze.

Besonders beeindruckend war die anschauliche und schülernahe Aufbereitung der Inhalte. Die fachkundigen Führungen vermittelten nicht nur historische Hintergründe zur Entwicklung des Bergbaus in der Region, sondern erklärten auch die geologischen Prozesse und technischen Verfahren, die für die Gewinnung von Salz notwendig sind. So konnten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Inhalte des Chemieunterrichts unmittelbar mit realen Beobachtungen verknüpfen.

Die Exkursion stellt einen wichtigen Baustein des MINT-Konzepts am Gymnasium Nidda dar und ist fest im Curriculum des Chemieunterrichts der Jahrgangsstufe 9 verankert. Gleichzeitig reiht sie sich in die vielfältigen Naturwissenschaftsprojekte der Jahrgangsstufe ein. Diese verfolgen ein ganzheitliches Konzept, das sich über das gesamte Schuljahr erstreckt und naturwissenschaftliche Fragestellungen durch praktische Erfahrungen und außerschulische Lernorte erlebbar macht.

Die Fahrt nach Merkers zeigte eindrucksvoll, wie gewinnbringend die Verbindung von theoretischem Unterricht und authentischen Lernorten sein kann. Mit vielen neuen Eindrücken und einem vertieften Verständnis für geologische und chemische Zusammenhänge kehrten die Schülerinnen und Schüler nach einem abwechslungsreichen Tag zurück.

Text und Bilder von Christian Schneider