Der Berufsorientierungstag der Jahrgangsstufe Q2 am Gymnasium Nidda bot den Schülerinnen und Schülern auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, sich aus erster Hand über Studiengänge und Berufsfelder zu informieren. Besonders wertvoll war dabei die Mitwirkung zahlreicher ehemaliger Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums, die an ihre frühere Schule zurückkehrten, um ihre Erfahrungen weiterzugeben und Fragen der angehenden Abiturientinnen und Abiturienten zu beantworten.
Auffällig war in diesem Jahr die starke Präsenz von MINT-Berufen und naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen. So stellte Rouven Fritzius das Chemiestudium an der Justus-Liebig-Universität Gießen vor und informierte über Studieninhalte, Anforderungen und berufliche Perspektiven.
Einen spannenden Einblick in die industrielle Forschung und Entwicklung gab Dr. Lisa Kammer. Die ehemalige Schülerin arbeitet heute als Senior Scientist R&D Franchise bei Procter & Gamble und berichtete anschaulich von ihrem Berufsalltag, aktuellen Forschungsprojekten sowie den vielfältigen Karrieremöglichkeiten in einem international tätigen Unternehmen.
Dr. Marc Beiser repräsentierte den Industriepark Evonik in Hanau. Er stellte verschiedene Verfahren und Aufgabenfelder in der chemischen Industrie vor und zeigte auf, welche Qualifikationen für eine Tätigkeit in diesem vielseitigen Arbeitsbereich gefragt sind.
Auch das Ingenieurwesen war vertreten: Richard Fendel präsentierte den Studiengang Maschinenbau an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Friedberg. Dabei erläuterte er den Studienaufbau, mögliche Vertiefungsrichtungen und die hervorragenden Berufsperspektiven für Ingenieurinnen und Ingenieure.
Großes Interesse fand erneut das Medizinstudium. Bereits zum vierten Mal nahm Lea Luh am Berufsorientierungstag teil. Sie berichtete nicht nur über den Studienalltag, sondern konnte inzwischen auch aus ihrem Praktischen Jahr berichten und den Schülerinnen und Schülern wertvolle Einblicke in die klinische Ausbildung vermitteln.
Ergänzend stellte Jana Grimm ebenfalls das Medizinstudium vor. Sie informierte ausführlich über die Zugangsvoraussetzungen, verglich private und staatliche Universitäten und präsentierte einen möglichen Studienverlaufsplan. Dadurch erhielten die Schülerinnen und Schüler einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Wege in das Medizinstudium und die Anforderungen, die sie auf diesem Weg erwarten.
Der Berufsorientierungstag zeigte erneut, wie wertvoll der Austausch mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern ist. Durch ihre persönlichen Erfahrungen, praxisnahen Berichte und die Bereitschaft, Fragen offen zu beantworten, erhielten die Schülerinnen und Schüler der Q2 authentische Einblicke in Studium und Beruf. Die Veranstaltung leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Studien- und Berufsorientierung und unterstrich einmal mehr die enge Verbundenheit vieler Ehemaliger mit dem Gymnasium Nidda.
Text von Christian Schneider