„Ihr habt doch heimlich gedüngt!“, scherzt Ackercoachin Dr. Christiane Jünemann über die Entwicklung der Ackerfläche, die seit Kurzem den Bereich zwischen Gymnasium und Paddelteich einnimmt. Die Schülerinnen und Schüler der Acker-AG freuen sich über das Lob, haben sie doch in den letzten fünf Wochen seit der ersten Pflanzung Anfang Mai „ihre“ Scholle gehackt, gegrubbert, gemulcht und Kartoffeln gehäufelt. Begriffe, mit denen die meisten vor dieser Zeit noch wenig anfangen konnten.
Schon früher einmal gab es eine „Garten-AG“ am Gymnasium Nidda, aber diese Tradition war lange eingeschlafen, bis die Idee eines Neuanfangs zu Beginn des Jahres im Raum stand. „Es ist uns wichtig, dass die Kinder eine Beziehung dazu aufbauen können, wo Lebensmittel herkommen und wie viel Arbeit auch hinter ihrer Produktion steckt. In Zeiten von Supermärkten und Fastfood-Ketten haben wir den Bezug dazu weitgehend verloren“, schildern die Lehrer Achim Könnecke-Gutsch und Markus Hofmann die Initialzündung zur Gründung der AG.
Mit dem Verein Ackerdemia e.V. konnte ein erfahrener Partner für den Aufbau der AG gefunden werden, Schulleiterin Alexa Heinze einigte sich mit dem Wetteraukreis als Schulträger auf eine passende Fläche und die Krankenkasse AOK übernahm die Anschubfinanzierung. Der Herkules-Markt in Nidda-Harb zeigte sich überzeugt von der Idee und stellte die Ackergerätschaften günstiger zur Verfügung. Und so stand dem Abenteuer nichts mehr entgegen. Besonders wichtig ist der „GemüseAckerdemie“, die Pflanzen, Lehrmaterial, personelle Hilfe und Beratung bereitstellt, dass nach den Prinzipien des ökologischen Landbaus nachhaltig gearbeitet wird, das heißt ohne synthetischen Dünger und chemische Schädlingsbekämpfung sowie mit samenfesten Sorten.
„Schön den Boden lockern, damit die feinen Wurzeln der Samen sich richtig ausbilden können“, instruiert jetzt Pflanzhelferin Jen die jungen AG-Teilnehmer, die dabei sind, Zucchinisamen auszubringen. Andere der 17 Unter- und Mittelstüfler kümmern sich um die stark zehrenden Tomatenpflanzen. Zum ersten Mal darf auch geerntet werden: Vor allem Kresse und Salat sind gut gewachsen, „wie aus dem Lehrbuch“, kommentiert Jünemann. Nicht selbstverständlich für einen so jugendlichen Acker, der sich unlängst noch als Wiese präsentiert hat.
Vielleicht liegt es ja auch an dem großen Eifer und Engagement der Schülerinnen und Schüler, die, kaum haben sie eine neue Aufgabe bekommen, nach kürzester Zeit immer schon wieder Nachschlag fordern: „Was kann ich jetzt tun?“ Warum das Arbeiten in der AG so viel Spaß macht? „Weil wir zwar Theorie besprechen, aber auch sehr viel praktisch arbeiten“, urteilt Cassandra aus der sechsten Klasse. Liv ergänzt: „Was man hier lernt, kann man dann auch zuhause anwenden.“ Und manchmal gibt es neben Marienkäfer- und Libellenlarven am Paddelteich auch Seltsames zu entdecken: „Schau mal, das Radieschen hat ja Augen!“
 
 

Faszination Schule

Schule ist eine Herausforderung     

... nehmen wir sie an!

Schule ist ein Abenteuer

... lassen wir uns darauf ein!

Schule ist ein Ziel

... verfolgen wir es unbeirrt!

Schule ist eine Reise

... machen wir uns auf den Weg!

(Schulprogramm 2012)

Termine

02.12.

 

Vorlesewettbewerb

05.12.

 

Mathematikwettbewerb der Jahrgangsstufe 8

18. und 19.12.

 

Weihnachtskonzerte

01.02.

 

Tag der offenen Tür

 

 

 

 

 

 

 

Zum Seitenanfang
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.