Niddaer Gymnasiasten erarbeiten 1800,-€ am Sozialen Tag.
 
Zum Ende des Schuljahres blieben viele Klassenzimmer leer. Der „Soziale Tag“ stand auf dem Stundenplan. Die Schülerinnen und Schüler packten an, um Jugendlichen aus Südosteuropa und Syrien zu helfen. In den vergangenen Wochen hatten sich die Jugendlichen geeignete Jobs gesucht. Diese fanden sie nicht nur bei Unternehmen. Auch einige Eltern erklärten sich bereit, sie zu Hause zu beschäftigen, sie für Arbeiten im Haus oder Garten zu bezahlen.
Besonders die 8-Klässler des Gymnasiums Nidda sind diesem Appell gerne gefolgt und haben anlässlich des „Sozialen Tags“ für einen guten Zweck buchstäblich ihrer Hände Arbeit gespendet. Und dafür haben sie sogar gewisse Strapazen auf sich genommen. Kira Rullmann hat sich bereit erklärt, einen Museumsschuppen in Wallernhausen mit sechs weiteren Schülern zu reinigen. Plötzlich seien sie dabei – gefühlt – „auf mehr als tausend Spinnen getroffen“, denen sie sich tapfer entgegengestellt hätten.
Niklas Schweiss und Karol Klimczak haben dem neuen Pfarrer der katholischen Kirche in Nidda tatkräftig unter die Arme gegriffen. Dabei sei ihnen ein Schrank auseinandergefallen, den sie hätten abbauen sollen. Niklas sei zudem kurzzeitig in einem Abstellraum verloren gegangen, in dem das Licht kaputt gewesen sei. 
Andere Schüler wurden auf ihrem Arbeitsplatz für einen Tag kreativ aktiv. Guilletta Allegretta hat bei der Textilwerkstatt in Nidda geholfen und durfte alle Arbeitsschritte selbst durchführen: vom Erstellen des Musters am Computer bis hin zum Drucken auf das T-Shirt. Bei dieser Gelegenheit seien auch gleich tolle Geschenke entstanden.
Dabbie Haug war am „Sozialen Tag“ ihrer Mutter im Haushalt behilflich und putze mitunter Teile der Wohnung. Doch sie musste ihre Arbeit kurzzeitig unterbrechen, da Freunde der Familie zu Besuch gekommen seien. Dabbie berichtete ihnen von der Aktion „Sozialer Tag“ und die Freunde hätten sich spontan dazu entschieden, Dabbie und ihrer Mutter im Haushalt zu helfen und ihre Hände für die Arbeit zu spenden. 
Richard Kessner hat eine Treppe gestrichen. Das sei ziemlich zeitaufwändig gewesen, doch er sagte sich: „Das mach‘ ich jetzt einfach mal am Sozialen Tag!“ 
Trotz der Anstrengungen war den Schülerinnen und Schülern bewusst, wofür sie die Arbeiten auf sich nehmen. Sie durften interessante Erfahrungen für die Zukunft sammeln und hatten viel Spaß am „Sozialen Tag“. „Wir empfehlen diese Aktion auf jeden Fall weiter!“, so die Teilnehmenden.
1.800,- € haben die Gymnasiasten an diesem Tag zusammen verdient. Die Einnahmen verwendet die Jugendorganisation „Schüler Helfen Leben“ vor allem für Bildungs- und Versöhnungsarbeit in Südosteuropa. Es wird damit aber auch ein Hilfsprojekt für Flüchtlinge in Syrien finanziert. Sie leiden besonders unter den körperlichen und psychischen Folgen der Flucht. Hinzu kommt, dass es in den Lagern nicht genug Freizeit- und Beschäftigungsmöglichkeiten gibt. 
 
Auch im nächsten Jahr wird das Gymnasium Nidda das Projekt tatkräftig unterstützen.

Termine

18.04.   Jahreshauptversammlung des Fördervereins des Gymnasiums Nidda            (zur Einladung)
  
 
 

 

Zum Seitenanfang
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok